Fachveranstaltungen &
Fortbildungen

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Starke, glückliche und verantwortungsvolle junge Menschen durch gute und verantwortungsvoll durchgeführte Kinder- und Jugendarbeit.

Wir qualifizieren Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe, Ehrenamtliche aus Vereinen, Engagierte aus dem schulischen Kontext oder der Kommunalpolitik und sonstige Interessierte. Für eine starke Demokratie und Zivilgesellschaft bieten wir Ihnen außerdem immer wieder Veranstaltungen zu gesellschaftspolitischen Themen an. Die Formate unserer Bildungsarbeit sind Fortbildungen, Onlineveranstaltungen, Seminare, Workshops, Informationsveranstaltungen, Vorträge und Fachtagungen.

JULEICA-Grundausbildung

Für Mitarbeiter*innen aus der Kinder- und Jugendarbeit ab 16 Jahren

Die JULEICA-Ausbildung ist die Basis für ehrenamtliches Engagement in der Kinder- und Jugendarbeit. In mehreren Modulen wird unter anderem gelernt, wie eine „Gruppe tickt“, welche Methoden und Spiele es gibt und wie man diese anleitet, welche rechtlichen Regelungen zu beachten sind und wie man Aktionen organisiert. Anschließend steht das nötige Know-How zur Verfügung, um selbst Angebote der Jugendarbeit zu betreuen.

Inhalte:

  • Interkulturelle Jugendarbeit
  • Arbeiten mit und in Gruppen
  • Rechtliche Rahmenbedingungen
  • Entwicklungsprozesse im Kindes- und Jugendalter
  • Queere Jugendarbeit
  • Organisation und Planung
  • Kreativmethoden
  • Rolle und Selbstverständnis von Jugendleiter*innen
  • Lebenssituationen von Kindern und Jugendlichen

Möglich ist auch die Anmeldung zu einzelnen Modulen zwecks Verlängerung der Juleica. Diese müssen mindestens acht Zeitstunden umfassen.

Die Module finden vom 6. März bis 12. Juni 2021 statt.
Termine und Orte werden auf der Homepage bekannt gegeben.
Kosten
Gesamte Schulung: 25,00 Euro
ein bis zwei Module max. 8 Stunden: 15,00 Euro

In Kooperation mit dem Arbeitskreis der Kommunalen Jugendpflegen des Landkreises Gießen.

Informationsveranstaltung zur praktischen Umsetzung der Initiative und konkrete Möglichkeiten von Jugendbeauftragten

Für Bürgermeister*innen, jugendpolitisch interessierte Kommunalpolitiker*innen und sonstige Interessierte

Gute Perspektiven für junge Menschen zu schaffen, ist eine wichtige Aufgabe kommunaler Politik. Einen besonderen Einfluss haben vor allem der demografische und strukturelle Wandel in unseren Städten und Gemeinden, aber auch die Digitalisierung und die ausgeprägte Leistungs- und Bildungsorientierung unserer Wissensgesellschaft. Wie erfolgreich Jugendliche und junge Erwachsene diese Herausforderungen meistern, hängt auch von guten politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und dem „institutionellen Gefüge des Aufwachsens“ in ihren Kommunen ab. Mitsprache und wirkungsvolle Partizipationsmöglichkeiten zu schaffen, sind zentrale Bestandteile einer aktiv gestalteten Jugendpolitik in unseren Städten und Gemeinden. Beteiligung überall dort zu ermöglichen, wo junge Menschen aufwachsen, ist ein wichtiges Prinzip, um sie für unsere Demokratie zu gewinnen und zu befähigen.

Die Initiative „Jugendgerechte Städte und Gemeinden - jugendgerechter Landkreis Gießen“ stellt sich dieser Herausforderung und ist ein Kooperationsangebot an die Städte und Gemeinden im Landkreis Gießen. Inhalte dieser Abendveranstaltung sind:

  • Informationen über die Landkreisinitiative
  • Einführung in die Grundlagen der Jugendpolitik von Kommunen
  • Wie zukünftig Jugendpolitik in den Städten und Gemeinden gestaltet werden kann
  • Aufgaben, Funktion und Chancen von Jugendbeauftragten

Termin: Dienstag, 18. Mai 2021, 18:30 bis 20:00 Uhr (Einlass ab 18.15 Uhr)
Ort: Onlinevortrag (über WebEx)
Kosten: keine
Referent*in: Ingrid Macht, Teamleitung Jugendförderung, 
Winfried Pletzer, Referent für kommunale Jugendpolitik und  jugendgerechte Kommunen
Kontakt: Ingrid Macht

Jugendpolitik in der Praxis:
Vorstellung des Projektes „Jugend in die Wahllokale"

Für (künftige) Jugendbeauftragte, Gemeindewahlleiter*innen, jugendpolitisch interessierte Kommunalpolitiker*innen, Bürgermeister*innen und sonstige Interessierte

Dass junge Menschen an politischen Themen sehr interessiert sind, belegen immer wieder zahlreiche Studien. Doch wie kann man sie vor Ort erreichen und mit ihnen in Kontakt kommen?

„Jugend in die Wahllokale“ zu bringen, war die Idee des Jugendbeauftragten der Gemeinde Buseck. Warum nicht Jungwählerinnen und Jungwähler direkt in die Durchführung der Kommunalwahl am 14. März 2021 einbeziehen, um sie für Kommunalpolitik zu interessieren? Gesagt – getan. Mit einem beeindruckenden Ergebnis. Es ist gelungen für alle Wahllokale insgesamt 30 junge Menschen zu gewinnen, die mit großem Engagement mitgeholfen haben. Ihre Rückmeldungen und die genannten Erfahrungen waren sehr positiv. Zu sehen, wie eine Wahl organisiert ist, damit es fair und transparent zugeht. Aber auch ein gewisser Stolz bei der „Geburtsstunde des Gemeindeparlaments“ dabei gewesen zu sein. Die Erfahrungen der Gemeinde Buseck mit diesem Ansatz waren so gut, dass das Projekt auch in Zukunft weitergeführt wird. Das Projekt hat mit seinem pro-aktiven Vorgehen eindrucksvoll bewiesen, dass man mit einer guten Idee, Überzeugung und überschaubarem Aufwand viel bewirken kann.

In der zweiten Jahreshälfte 2021 finden im Landkreis Gießen, neben der Bundestagswahl, die Wahl der Landrätin bzw. des Landrates und auch Bürgermeister*innenwahlen statt. Eine gute Gelegenheit, das Projekt auch in der eigenen Stadt oder Gemeinde auszuprobieren. Die beteiligten Aktiven stellen Ihnen an diesem Abend ihre Vorgehensweise und ihre Erfahrungen vor. Gemeinsam kann im Anschluss überlegt werden, wie ein solches Projekt auch in Ihrer eigenen Kommune umgesetzt werden kann.

Termin: Mittwoch, 26. Mai 2021, 19:00 bis 20:30 Uhr (Einlass ab 18:45 Uhr)
Ort:  Onlineveranstaltung (über WebEx). Sollten es die Infektionslage und die entsprechenden Verordnungen zu diesem Zeitpunkt erlauben, dann nach Möglichkeit auch im Rahmen einer Präsenzveranstaltung
Kosten: keine
Referent*innen: Doreen Haupt, Teilnehmerin des Projektes „Jugend in die Wahllokale“
Ilona Schindler, Hauptamtsleitung und Besondere Wahlleiterin der Gemeinde Buseck
Norbert Weigelt, Jugendbeauftragter und Gemeindevertreter der Gemeinde Buseck
Kontakt: Ingrid Macht

Jugendpolitik in der Praxis:
Vorstellung des Kinder- und Jugendbeirates Buseck

Für Bürgermeister*innen, (künftige) Jugendbeauftragte, jugendpolitisch interessierte Kommunalpolitiker*innen, Fachkräfte aus der Kinder- und Jugendarbeit und sonstige Interessierte

Viele Städte und Gemeinden haben den Wunsch nach einem Beteiligungsformat für junge Menschen, wie z. B. einem Jugendparlament, Jugendforum oder Jugendbeirat. An diesem Abend bieten wir Ihnen die Gelegenheit sich über ein besonders gelungenes regionales Format zu informieren: den Kinder- und Jugendbeirat (KJB) in Buseck. Seit über 20 Jahren aktiv und Preisträger des JugendEngagementPreises (JEP!) des Landkreises Gießen 2020. Mittlerweile engagiert sich bereits der 11. KJB in Folge! Die beteiligten Akteure aus Buseck stellen Ihnen den KJB vor. Wie er gegründet wurde, welche Erfahrungen aus Sicht der Jugendlichen und auch der Gemeinde gemacht wurden und wie die Rahmenbedingungen sind, um sich als Kommune auf den Weg zu machen und selbst ein Beteiligungsformat zu gründen. Gerne können Sie im Anschluss Ihre Fragen stellen und sich mit uns gemeinsam zu möglichen lokalen Ansätzen austauschen.

Termin: Mittwoch, 16. Juni 2021, 18:30 bis 20:30 Uhr (Einlass ab 18.15 Uhr)
Ort: Onlineveranstaltung (über WebEx). Sollten es die Infektionslage und die entsprechenden Verordnungen zu diesem Zeitpunkt erlauben, dann nach Möglichkeit auch im Rahmen einer Präsenzveranstaltung
Kosten: keine
Referent*innen: Andraes Geck, Jugendpfleger der Gemeinde Buseck
Svenja Koch, Vorsitzende des 11. Kinder- und Jugendbeirates Buseck
Luana Sommer, ehem. Vorsitzende des KJB, jetzt frisch gewählte Gemeindevertreterin in Buseck
Norbert Weigelt, Jugendbeauftragter und Gemeindevertreter in Buseck
Kontakt: Ingrid Macht

Fortbildung zum Schutzauftrag §8a SGB VIII (Kindeswohlgefährdung)

Für Mitarbeiter*innen aus der Kinder- und Jugendarbeit

Zentrales Thema ist die Umsetzung des § 8a SGB VIII in der Kinder- und Jugendarbeit. Personen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, werden in unseren Fortbildungen dafür geschult, den Schutzauftrag verantwortlich wahrnehmen zu können.

Inhalte, die vermittelt werden, sind:

  • gesetzliche Rahmenbedingungen,
  • der §8a SGB VIII in der pädagogischen Arbeit,
  • Definitionen unterschiedlicher Formen von Kindeswohlgefährdung (körperliche Misshandlung, sexueller Missbrauch, Vernachlässigung, Drogenmissbrauch),
  • Differenzierung von Wissen und Verdacht,
  • Vorstellung der Interventionspläne und
  • Fallbeispiele.

Zielgruppen sind haupt-, neben- und ehrenamtliche Mitarbeiter*innen, die in der Kinder- und Jugendarbeit im Landkreis Gießen tätig sind, ob als Verantwortliche in Jugendzentren, bei Ferienspielen, Freizeiten oder in der Leitung von Kinder- und Jugendgruppen (z. B. in der Vereins- und Verbandsarbeit). Voraussetzung zur Teilnahme ist das Vorhandensein von Interventionsplänen in den jeweiligen Einrichtungen.

Termin: 20. Februar 2021 von 9.00 bis 17.30 Uhr
Ort: Eingangshalle KFZ-Zulassung, Bachweg 9, 35398 Gießen
Kosten: Keine
Referent*in: Katrin Klein (Wildwasser Gießen e. V.)

In Kooperation mit Wildwasser Gießen e. V.
Als Fortbildung im Rahmen der JULEICA  mit 8 Stunden anerkannt.

Durch Flucht entkommen und doch nicht sicher? – Zur Situation geflüchteter Menschen in Deutschland

Für alle Interessierte

Eine gemeinsame Veranstaltungsreihe mit dem Kreisausländer*innenbeirat zu Fluchtursachen und Migrationsbewegungen. Hier sollen u. a. folgende Fragen beleuchtet werden:

Warum sind Menschen auf der Flucht? Wie sieht es innerhalb Europas aus? Wie sehen politische Lage und Alltag in den Ländern aus, aus denen Geflüchtete und andere zugewanderte Menschen nach Deutschland kommen? Wie sieht die Lebenssituation von Menschen dann in Deutschland aus? Wo kommen sie an? Welche Veränderungen gibt es?
Die Grundlage für die Themenbeiträge soll nicht wissenschaftliche Erkenntnis sein –  sondern vielmehr Menschen mit persönlichen Bezügen, Raum für ihre Erfahrungen geben.

Die Veranstaltungsreihe stellt verschiedene Herkunftsländer vor und fragt vor diesem Hintergrund nach der Situation Geflüchteter und anderer migrierter Menschen in Deutschland.

Termine und Ort werden auf unserer Homepage bekannt gegeben.
Kosten: keine

In Kooperation mit dem Kreisausländerbeirat.

Rassismus und Ausgrenzung - (K)ein Thema bei uns!?

Weg frei für ein demokratisches Miteinander

Für Mitarbeiter*innen aus der Kinder- und Jugendarbeit und andere Multiplikator*innen

Wie sieht es aus in Ihrer Einrichtung, Institution, Ihrem Verein - sind Jugendliche mit Rassismuserfahrung sichtbar? Nehmen sie an Angeboten teil und beteiligen sie sich an jugendpolitischer Gremienarbeit? Sind sie sichtbar, hörbar und fühlen sie sich verstanden? Wenn betroffene Jugendliche an wichtigen strukturellen Räumen teilhaben und mitgestalten, entsteht ein Miteinander auf gleicher Augenhöhe und Beteiligung. Demokratie stärken und leben ist Aufgabe aller Jugendlichen. Durch bewusste Teilhabe und das Einbringen von eigener Meinung und Einstellung können gesellschaftliche Prozesse von betroffenen Jugendlichen strukturell mitgestaltet werden.

Inhalte der Fortbildung:

  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit (GMF) Focus Rassismus
  • Ausgrenzungserfahrungen bei Jugendlichen
  • Methoden der Sensibilisierung & des Perspektivwechsels
  • Erarbeitung von Handlungsmöglichkeiten für die Arbeit

Termine und Ort werden auf unserer Homepage bekannt gegeben.
Kosten: keine

In Kooperation mit der Bildungsstätte Anne Frank.

Pädagogik in Social Media – Instagram!?

Professionelles Auftreten unter Berücksichtigung der DSGVO

Für Multiplikator*innen aus der Medienpädagogik, Mitarbeiter*innen aus der Kinder- und Jugendarbeit, Sozialarbeiter*innen an Schulen und Lehrkräfte

Instagram ist unter Heranwachsenden sehr beliebt und hat Facebook als Plattform zur Selbstdarstellung und interessensbezogener Vernetzung abgelöst. Pädagogische Fachkräfte, die Angebote an Kinder und Jugendliche adressieren, müssen sich auf Social-Media-Anbieter einlassen, um ihre Zielgruppe auch zukünftig zu erreichen. Vor dem Hintergrund rechtlicher und pädagogischer Fragestellungen werden wir anhand eines obligatorischen Funktionsprofils diskutieren, welche Anmeldedaten Verwendung finden sollten und welche Inhalte geteilt werden dürfen.

Dabei wird die Registrierung vom Profilbild über die rechtlich einwandfreie E-Mail-Adresse bis zur sicheren Passworterstellung exemplarisch durchlaufen.

Es werden Vereinbarungen zur Nutzung von Diensthandys und Einwilligungen von Eltern im Rahmen der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) vorgestellt. Ziel des Onlineseminars ist ein tieferes Verständnis über die eigene Rolle als pädagogische Fachkraft in sozialen Medien und die damit verbundenen rechtlichen Verbindlichkeiten.

Termin: 25. Februar 2021 von 9.00 bis 13.00 Uhr
Ort: Onlineseminar
Kosten: N.N.
Referent*in: Christian Koch, Fachanwalt für Informationstechnologierecht und Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht
Ansprechpartner*in: Thomas Graf

Als Fortbildung im Rahmen der JULEICA mit 4 Stunden anerkannt.

Open Source Werkstatt

Gemeinnützige digitale Tools für die schulische und außerschulische Bildungs- und Jugendarbeit

Für Multiplikator*innen aus der Medienpädagogik, Mitarbeiter*innen aus der Kinder- und Jugendarbeit, Sozialarbeiter*innen an Schulen und Lehrkräfte

Gerade in der Corona-Pandemie wurde der Bedarf nach digitalen Tools in der schulischen und außerschulischen Bildungs- und Jugendarbeit deutlich. Die Open-Source-Bewegung kann als gemeinnützige Initiative von Programmierer*innen und Softwarehersteller*innen verstanden werden und für den pädagogischen Bereich mannigfaltige praxisbezogene Lösungen anbieten.

Der Workshop möchte die Philosophie von quelloffener Software näherbringen. Neben theoretischen Inhalten steht die praxisbezogene Anwendung an Experimentierstationen im Mittelpunkt der digitalen Werkstatt. Die Teilnehmenden können neben Klassikern wie MS-Office, auch sichere Chat-Apps, datenschutzfreundliche Online-Dienste, Videokonferenzsysteme bis hin zum vollen Google-Ersatz, unterschiedlichste Anwendungsbereiche selbst ausprobieren. Dabei kann jede*r Teilnehmende quelloffene Tools nach seinen/ihren ganz eigenen individuellen Bedürfnissen, bzw. den praxisnahen Erfordernissen, elaborieren.

Termin: 16. März 2021 von 9.30 bis 15.30 Uhr
Ort: Makerspace Gießen (Magie), Walltorstraße 57, 35390 Gießen
Kosten: 25,00 Euro
Referent*innen: Johannes Schmid und Nils Seipel (Gründer des Magie)
Ansprechpartner*in: Thomas Graf

Als Fortbildung im Rahmen der JULEICA mit 6 Stunden anerkannt.

Mehr Mediensucht durch Corona?

Aktuelle Entwicklung des problematischen Medienkonsums unter Kindern und Jugendlichen

Für Multiplikator*innen aus der Medienpädagogik, Mitarbeiter*innen aus der Kinder- und Jugendarbeit, Sozialarbeiter*innen an Schulen und Lehrkräfte

Der Konsum von digitalen Medien kann unter Kindern und Jugendlichen pathologische Ausmaße annehmen. Dabei beginnt der problematische Medienkonsum weit vor einer Suchterkrankung. Ob digitale Spiele oder soziale Netzwerke, in Zeiten von Corona werden virtuelle Welten zu einem der letzten verbliebenen Treffpunkte, besonders für viele Kinder und Jugendliche. Hatten bzw. haben die sozialen Beschränkungen von Corona Auswirkungen auf die Anzahl der Mediensuchterkrankungen?

In der Fortbildung wird darlegt, wann eine Internetsucht bzw. Computerspielabhängigkeit beginnt, welche diagnostischen Kriterien hierfür bestimmend sind und welche Risikofaktoren dabei eine Rolle spielen. Elemente des Glücksspiels werden von Gameentwickler*innen zunehmend mit Computerspielinhalten vermischt. Welche Auswirkungen hat das auf die Spielzeiten? Es werden präventive Ansätze in der pädagogischen Arbeit und Interventionsstrategien anhand anonymisierten Fällen und Fallzahlen aus der Beratungsarbeit vor Ort diskutiert.

Termin: 3. März 2021 von 9.00 bis 16.30 Uhr
Ort: Hotel Wettenberg, Am Augarten 1, 35435 Wettenberg
Kosten: 25,00 Euro
Referent*innen: Dr. Michael Dreier (Wissenschaftlicher Mitarbeiter Sinopoli-Ambulanz für Spielsucht der Uni Mainz), Luzia Rieß (Fachstelle für Suchtprävention Suchthilfezentrum Gießen), Wolfgang Engelking (Mediensuchtberatung Suchthilfezentrum Gießen)
Ansprechpartner*in: Thomas Graf

In Kooperation mit dem Suchthilfezentrum Gießen.
Als Fortbildung im Rahmen der JULEICA mit 6,5 Stunden anerkannt.

„Und die Erde ist doch eine Scheibe!“

Wie Verschwörungserzählungen auf YouTube das Weltbild von Jugendlichen prägen

Für Multiplikator*innen aus der Medienpädagogik, Mitarbeiter*innen aus der Kinder- und Jugendarbeit, Sozialarbeiter*innen an Schulen und Lehrkräfte.

YouTube eignet sich hervorragend für die Verbreitung alternativer Wahrheiten und Verschwörungserzählungen. Die Bewegung der „Flat Earther“ ist davon überzeugt, dass die Erde eine Scheibe ist. Dieses Beispiel verdeutlicht, wie postwissenschaftliche Mythen das Weltbild vieler Menschen nachhaltig beeinflussen. YouTube ist sehr beliebt unter Heranwachsenden. Laut der aktuellen JIM-Studie schauen ein Fünftel der Jugendlichen hierüber aktuelle Nachrichten.

Junge Menschen kommen so auch mit Verschwörungserzählungen in Kontakt. Wie prägen diese Inhalte das Weltbild Jugendlicher? Und wie äußert sich das im Verhalten? Bergen solche Botschaften die Gefahr der Radikalisierung junger Menschen, wenn sie gezielt politisch aufgeladen sind? Werden sie zum Motiv für Anschläge, wie das z. B. bei dem Anschlag in Hanau am 19. Februar 2020 der Fall war? Die Fortbildung vermittelt Strategien und praktische Methoden, wie pädagogische Fachkräfte Verschwörungsmythen in Schule und Jugendarbeit präventiv begegnen können.

Termin: 8. Juni 2021 von 9.30 bis 16.00 Uhr
Ort: Hotel Wettenberg
Am Augarten 1, 35435 Wettenberg
Kosten: 25,00 Euro
Referent*innen: Bernd Harder, Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP), Matthias Blöser, Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung (ZGV) der EKHN
Ansprechpartner*in: Thomas Graf

Als Fortbildung im Rahmen der JULEICA mit 6 Stunden anerkannt.

Pubertät – Eine Herausforderung in der Vereinsarbeit?!

Für ehrenamtliche Mitarbeiter*innen der Kinder- und Jugendarbeit

Jugendliche sind während der Pubertät aufregenden Zeiten ausgesetzt: Es finden enorme körperliche und seelische Veränderungsprozesse statt und Fragen, Wünsche und Interessen bezüglich Geschlechtsidentität und Sexualität nehmen zu.

Dies ist auch in der Vereinsarbeit spürbar.

Jugendliche signalisieren: „Sprecht mit uns, seid aufmerksam, nehmt uns wahr und unterstützt uns - auch wenn die Themen der Vereinsarbeit vielleicht dadurch zeitweise in den Hintergrund treten“. Doch wie kann eine solche Unterstützung aussehen? Wie kann in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen angemessen reagiert werden? Wie kann über sexualpädagogische Themen gesprochen werden? Wer kann helfen?

Die Fortbildung will die Handlungsmöglichkeiten von Ehrenamtlichen aus Vereinen stärken und erweitern. Folgende Inhalte werden eine Rolle spielen:

  • Die psychosexuellen Entwicklungen und Erfahrungen von Jugendlichen in der Pubertät.
  • Erfahrungen aus der Vereinsarbeit mit Fragen/Themen zu Pubertät: Was ist erlaubt? Was ist nicht erlaubt?
  • Wie wird im Verein mit dem Thema umgegangen?
  • Was können/wollen Vereine tun um Kinder/Jugendliche in dieser Lebensphase zu unterstützen?
  • Was sind Grenzverletzungen, Übergriffe? Was ist sexualisierte Gewalt?

Termin: 17. April 2021 von 9.00 bis 15.00 Uhr
Ort: Seminarhotel Jakobsberg, Grünberg
Kosten: keine
Referent*innen: Erika König und Carolin Jentzsch (Sexualpädagog*innen pro familia Gießen)

Als Fortbildung im Rahmen der JULEICA mit 5,5 Stunden anerkannt.

Grundlagenseminar – Jugendbeteiligung

Für Mitarbeiter*innen aus der Kinder- und Jugendarbeit

Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in verschiedenen Bereichen der Jugendarbeit, der Politik und in der Gesellschaft ist ein zentrales Anliegen unserer Initiative „Jugendgerechter Landkreis - jugendgerechte Städte und Gemeinden im Landkreis Gießen“.

In diesem Seminar legen wir den Grundstein für eine gelingende Begleitung der Jugendlichen bei ihren Beteiligungsvorhaben. Wir betrachten die gesetzlichen Grundlagen und lernen Formen und praktische Beispiele von Partizipation in der Jugendarbeit kennen.

Gemeinsam behandeln wir die Frage, wie Partizipation von Jugendlichen konkret in der eigenen Einrichtung oder der Kommune gelingen kann.

Inhalte sind:

  • Grundlagen der Demokratie
  • Was ist Jugendbeteiligung/Partizipation?
  • Eigene (partizipative) Haltung
  • Aktionsfelder, Formen und Zielgruppen
  • Chancen und Grenzen der Jugendbeteiligung
  • Auswahl: Methoden der Jugendbeteiligung

Termin: 28. und 29. April 2021, jeweils 9.00 bis 17.00 Uhr
Ort: Tagungs- und Freizeithotel Wettenberg
Kosten: 60,00 € (inklusive Mittagessen) Landkreis Gießen
100,00 € (inklusive Mittagessen) Extern
Referent*in: Ralf Schumann (Kinder- & Jugendfreizeiteinrichtung "BlueBox" des Stadtjugendrings Siegen e.V.)

Als Fortbildung im Rahmen der JULEICA mit 14 Stunden anerkannt.

Digitale Familie – Mein Kind will ein Smartphone – was nun?

Für Eltern und Interessierte

Wenn Sie Ihrem Kind ein eigenes Smartphone zur Verfügung stellen, steht es vor einer entscheidenden Schwelle in die digitale Welt. Denn spätestens mit der elterlichen Erlaubnis beginnt für Kinder die Digitalisierung des  (Familien-) Lebens. Das wirft viele Fragen auf, zum Beispiel:

  • Welche persönlichen Daten unseres Kindes möchten wir bei der Einrichtung von Accounts im Internet angeben?
  • Wie können wir Einstellungen zum Jugendschutz auf dem Smartphone vornehmen?
  • Wie können wir in der Familie Nutzungszeiten gemeinsam vereinbaren?
  • Wie schützen wir unser Kind vor Internetkriminalität?

Der Elternmedienworkshop ist ganz auf Ihren (Medien-) Erziehungsalltag zugeschnitten und gibt Ihnen konkrete Antworten zur sicheren Nutzung von Smartphones. Es werden Jugendschutzeinstellungen vorgestellt, die Sie direkt am eigenen Gerät praktisch ausprobieren können. Sie bekommen Tipps, wie Sie Ihre Kinder bei der Mediennutzung kompetent begleiten können und wie ein bewusster Umgang mit den digitalen Medien vermittelt werden kann.

Termin: 20. März 2021 von 13.00 bis 17.00 Uhr
Kinder- und Familienzentrum Reiskirchen
Goethestraße 31, 35447 Reiskirchen
Kosten: 10,00 Euo
Referent*in: Felix Rudolph von Niebelschütz (www.filmreflex.de)

In Kooperation mit dem Kreis- und Stadtelternbeirat Gießen und dem Medienprojektzentrum Offener Kanal Gießen.

Digitale Familie – Telefonsprechstunde Jugendmedienschutz

Für Eltern und Interessierte

Die Jugendförderung des Landkreises Gießen bietet eine Telefonberatung für Eltern zum Thema Medien in der Familie an. Hier können Sie sich zu allen Fragen zum Thema Medienerziehung beraten lassen.

  • Wie gehe ich mit Altersfreigaben um?
    Welche Möglichkeiten und Grenzen haben Filter- und Jugendschutzprogramme?
    Wann ist mein Kind alt genug für ein Smartphone und welche Altersfreigaben muss ich beachten?
  • Wo finde ich gute Internetangebote und Apps für Kinder?
    Welche Internetseiten und gute Apps empfehlen Sie und woran erkenne ich gute Angebote für mein Kind?
  • Welche Medienzeiten empfehlen Sie für mein Kind?
    Wie kann ich angemessene Medienzeiten in der Familie mit meinem Kind aushandeln?
  • Wie schütze ich die Privatsphäre meiner Familie?
    Was sollte ich zum Schutz der Daten meines Kindes und meiner Familie tun und welche Verpflichtungen ergeben sich für Eltern aus der EU-Datenschutz-Grundverordnung?
  • Wo finde ich Hilfe im digitalen Notfall?
    Wer hilft mir bei Internetkriminalität, Identitätsdiebstahl, Cybermobbing oder Cybergrooming (sexuelle Anmache im Netz)?

Liebe Eltern, nutzen Sie das Angebot!

Termin: montags von 14.00 bis 16.00 Uhr
Ansprechpartner*in: Thomas Graf (Präventiver Jugendschutz)
Telefon: 0641 9390-9391

Initiative „Jugendgerechte Städte und Gemeinden und jugendgerechter Landkreis Gießen“ – Austauschtreffen für Jugendbeauftragte

Gute Perspektiven für junge Menschen zu schaffen, ist eine wichtige Aufgabe kommunaler Politik. Gute Bedingungen, Mitsprachemöglichkeiten und ansprechende Angebote sind beste Voraussetzungen, damit eine Stadt oder Gemeinde zum attraktiven Lebensort für Kinder und Jugendliche wird, mit dem sie sich identifizieren können. Junge Menschen für die eigene Kommune zu gewinnen und sie an Stadt- und Gemeindeentwicklung zu beteiligen, ist eine Investition in die Zukunftsfähigkeit eines Gemeinwesens.

Kommunale Jugendbeauftragte werden aus den Reihen der politischen Mandatsträger*innen in den Städten und Gemeinden benannt. Überparteilich und ehrenamtlich unterstützen und fördern sie vor Ort die Anliegen von Kindern und Jugendlichen und einer besseren Verständigung von Jung und Alt. Sie sorgen mit dafür, dass die Ideen, Belange und Sichtweisen junger Menschen in politische Entscheidungen  einfließen und fördern damit eine gute Jugendinfrastruktur in ihrer Stadt oder Gemeinde.

Für benannte bzw. an der Funktion interessierte Jugendbeauftragte.

Ein erstes Informations- und Qualifizierungsseminar im September 2020 diente der Vermittlung fachlichen Basiswissens und der Erarbeitung erster Schritte in der neuen Funktion für die jeweilige Kommune.

Es wurde übereinstimmend der Bedarf nach weiteren Terminen formuliert, um praxisorientiert fachliche Unterstützung und Orientierung zu geben und vom gegenseitigen Erfahrungsaustausch zu profitieren. Hier sind auch weitere, neu gewählte, Jugendbeauftragte oder an der Aufgabe Interessierte herzlich willkommen.

Termin: 2 – 4 mal jährlich
Ansprechpartner*in: Ingrid Macht
0641 9390-9113
Ingrid.Macht@lkgi.de

Jugendförderung des Landkreises Gießen | Bachweg 9 | 35398 Gießen
Tel. 0641 9390-9104/9105 | jugendfoerderung@lkgi.de

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IMPRESSUM

Jugendförderung des Landkreises Gießen
Bachweg 9 | 35398 Gießen
Tel. 0641 93909-104/105
jugendfoerderung@lkgi.de

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