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Initiative Jugendgerechte Städte und Gemeinden - jugendgerechter Landkreis Gießen

Die Initiative „Jugendpolitik für die guten Orte von morgen: Jugendgerechte Städte und Gemeinden – jugendgerechter Landkreis Gießen“

Die Generation der 12 bis 27-Jährigen steckt voller Ideen, die unsere Städte und Gemeinden, unsere Demokratie und unser Gemeinwesen brauchen. Mitwirken, Gestalten und durch Beteiligung und Engagement Weiterentwicklungen bewirken zu können, sind nicht nur Prozesse des Erwachsenwerdens. Sie sind auch Grundpfeiler des demokratischen Zusammenlebens und der politischen Meinungsbildung.

Junge Menschen wollen gute Möglichkeiten zur Beteiligung an Entscheidungsprozessen und Möglichkeiten zur Mitgestaltung ihrer Sozialräume. Durch kommunal gestaltete Jugendpolitik, die das gewährleistet, wird der Wohnort für sie zur Heimat, in der sie gerne leben, sich willkommen fühlen und der sie verbunden sind - ein Ort zum Bleiben oder Zurückkommen.

Auch in vielen Stadt- und Gemeindeparlamenten ist der demografische Wandel angekommen. Bereits heute sollten wir junge Menschen dafür gewinnen, sich aktiv einzubringen. Dafür braucht es ebenso Erwachsene, die ihnen das ermöglichen, ernsthaft zuhören, auf Jugendliche zugehen, Interesse an ihnen zeigen und die bereit sind, gute Ideen mit ihnen gemeinsam umzusetzen. Dies ist ein guter Weg, um Interesse dafür zu wecken, was im Wohnort passiert oder was dort für die Zukunft geplant wird. Vielleicht auch, um Nachwuchs für die kommunalen Parlamente zu gewinnen…

Dem Landkreis Gießen ist dies alles ein wichtiges Anliegen! Mit der Initiative „Jugendpolitik für die guten Orte von morgen: Jugendgerechte Städte und Gemeinden – jugendgerechter Landkreis Gießen“ laden wir die Kommunen im Landkreis Gießen dazu ein, Teil dieser Initiative zu werden. Durch gemeinsame Kooperation von Landkreis und Kommunen wollen wir eine jugendgerechte und jugendfreundliche Gesellschaft und Politik vor Ort sowie im Landkreis Gießen verankern, sicherstellen und Mitgestaltungsmöglichkeiten für die junge Generation schaffen. Bedingungen des Aufwachsens schaffen, die die Lebenswelten junger Menschen mit berücksichtigen. Jugendliche mit überlegen und entscheiden lassen, bei Planungen und Vorhaben in ihren Heimatorten. Und uns auf den Weg machen, Jugendliche in die Gestaltung der Zukunft einzubeziehen, in der sie leben werden!

Weitere Informationen finden Sie in unserem Infoflyer Jugendgerechte Städte und Gemeinden

Mit einem quartalsweise erscheinenden Newsletter halten wir Sie über die Initiative auf dem Laufenden. Wenn Sie aus dem Landkreis Gießen sind und diesen erhalten möchten, setzen Sie sich einfach mit uns in Verbindung.   

Jugendbeauftragte aus der Kommunalpolitik

Weshalb wir Jugendbeauftragte brauchen

Junge Menschen brauchen, gerade in Zeiten des demografischen Wandels, eine starke Lobby und verdienen Unterstützung. Städte, Gemeinden und Landkreise brauchen eine gute Jugendpolitik. Jugendbeauftragte in den Städten und Gemeinden werden dabei zu wichtigen Impulsgebenden und Ansprechpartner*innen.

Was Jugendbeauftragte machen

Städtische oder gemeindliche Jugendbeauftragte werden aus den Reihen der Stadtverordnetenversammlung bzw. Gemeindevertretung benannt und sind in ihrer Funktion ein wichtiger Baustein gelingender Jugendpolitik im Landkreis Gießen. Jugendbeauftragte vermitteln die Belange und Themen junger Menschen in die Stadtverordnetenversammlung bzw. in die Gemeindevertretung. Sie unterstützen junge Menschen bei der Mitgestaltung und sind somit Verbindungspersonen in die Kommunalpolitik. Sie übernehmen ehrenamtlich und überparteilich die Aufgabe, die Anliegen der Kinder und Jugendlichen und der Kinder- und Jugendarbeit vor Ort zu vertreten, zu unterstützen und zu fördern. Sie machen keine Kinder- und Jugendarbeit, arbeiten aber in engem Kontakt und Austausch mit den dafür verantwortlichen, professionellen Personen vor Ort zusammen. Engagement, Interesse an den Fragen der Jugendlichen, Offenheit für Beteiligung und Idealismus gehören zu den Eigenschaften von guten Jugendbeauftragten.

Welche Aufgaben Jugendbeauftragte übernehmen

  • Sie sind die Schnittstelle zwischen Jugendlichen, Politik und der Jugendarbeit vor Ort.
  • In den politischen Gremien sorgen sie bei Planungen und Entscheidungen dafür, dass die Belange und Ideen von Jugendlichen gehört und mitgedacht werden.
  • Sie setzen sich für Beteiligungsmöglichkeiten von Jugendlichen und deren Anliegen ein. So sorgen Jugendbeauftragte dafür, dass ihre Heimatstadt oder Heimatgemeinde der gesetzlich verankerten Aufgabe der Partizipation junger Menschen gerecht wird (§ 4c Hessische Gemeindeordnung).
  • Sie sorgen für den kontinuierlichen Kontakt der Kommune mit Vertretern*innen der Jugendarbeit und zu den Jugendlichen und jungen Erwachsenen selbst.
  • Die politischen Gremien erhalten mehr Kompetenz in Fragen der Jugendarbeit, Jugendpolitik sowie der nachhaltigen Zukunftsgestaltung.
  • Politische Entscheidungen werden für junge Menschen transparenter und sie entwickeln Verantwortung für und Identifikation mit ihrer Stadt oder Gemeinde.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Infoflyer Jugendbeauftragte.

Wir haben darüber hinaus immer wieder Angebote zur Information oder Qualifizierung rund um das Thema „Jugendpolitik, Beteiligung und Mitsprache“ im Programm. Diese finden Sie unter „Fachveranstaltungen und Fortbildungen“.

Angebote für Kinder und Jugendliche zur Förderung von Mitsprache und Beteiligung

Im Mittelpunkt unserer Initiative und unserer Bestrebungen stehen immer die jungen Menschen selbst. Die Möglichkeiten der Beteiligung und Mitgestaltung sind kreativ und vielfältig – je nach den Gegebenheiten vor Ort. Wir unterstützen zum einen mit verschiedenen Angeboten, die wir modellhaft durchführen. Zum anderen fördern wir auch Angebote finanziell, beraten zu Fragen der Durchführung oder helfen bei der Ideenfindung.

Sich zu beteiligen und mitzureden erfordert viel Mut, da man seine Interessen meist gegenüber Erwachsenen vertreten muss. Wichtig sind aber auch viele andere Kompetenzen, wie z. B. Rhetorik, Argumentation und Präsentation. Auch kann es sein, dass man sich zu einigen Themen erst eine Meinung bilden muss. Hilfreich ist es, konkret seine Rechte zu kennen und zu wissen, wie z. B. ein Parlament funktioniert oder wie zuständige Personen erreicht werden können. Die Jugendförderung organisiert Angebote in Zusammenarbeit mit dem Kreisschüler*innenrat und der AG Kinder- und Jugendbeteiligung im Landkreis Gießen. Realitätsnah Kommunalpolitik erfahren und sich in eine politische Rolle zu versetzen, findet beim Planspiel Teufelsburg statt. Auf moderne Weise seine eigene Meinung in einer Videobotschaft mitteilen und sich gemeinsam darüber austauschen, kann man bei dem Projekt Meine Meinung, Mein Bericht. Alles über die Schüler*innenvertretung (SV) und deren Rechte werden in einem Seminar vermittelt, das wir einmal jährlich anbieten.

Qualifizierung von Mitarbeiter*innen im Bereich Jugendbeteiligung

Unser Ziel ist es, die Partizipation von Jugendlichen im Landkreis Gießen zu fördern.

Erfolgreiche Jugendbeteiligung braucht auch fachliche Unterstützung sowie Begleitung und läuft nicht von selbst.

Dafür bieten wir verschiedene Fortbildungen für die Akteur*innen der Kinder- und Jugendarbeit, wie z. B. Fachkräfte aus den Kommunen, der Sozialarbeit an Schulen oder aus den Vereinen und Verbänden an. Sie erhalten Impulse, Arbeitshilfen und Beratung für die Umsetzung der Beteiligungsprojekte und -formate vor Ort.

Unsere Grundlagenschulung

  • unterstützt die Teilnehmenden darin, ihre Kompetenzen zu stärken,
  • vermittelt partizipative Methoden, die in der Jugendarbeit vor Ort angewendet werden können,
  • zeigt, wie Projekte zusammen mit der Zielgruppe geplant und durchgeführt werden können,
  • betrachtet Möglichkeiten und Grenzen der Partizipation.

Unsere spezifischen Fortbildungen ermöglichen eine gezieltere Vertiefung der eigenen Kenntnisse und Fähigkeiten, z. B. zu den Themen:

  • Stadtentwicklung,
  • Lobbyarbeit,
  • ePartizipation,
  • Beteiligungsmethoden u.v.m.

Die jeweiligen Qualifizierungsangebote finden Sie unter „Fachveranstaltungen und Fortbildungen“.

Haben Sie selbst Ideen, Vorschläge oder Wünsche für Fortbildungsthemen? Dann melden Sie sich gerne bei uns!

Finanzielle Förderung

Städte und Gemeinden des Landkreises Gießen, die eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen haben, können zur Gestaltung ihrer jugendgerechten und jugendfreundlichen Kommune eine finanzielle Förderung durch den Landkreis erhalten. Dies gilt auch für andere Gruppen, die mit der jeweiligen Kommune vor Ort zu diesem Thema vernetzt sind bzw. kooperieren. Gefördert werden Seminare, Veranstaltungen, Fachtage und Projekte.

Die genauen Förderbedingungen sind in der Richtlinie zur Förderung der Arbeit mit jungen Menschen im Landkreis Gießen unter Punkt 11 „Maßnahmen zur Jugendbeteiligung zu finden. 

Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendbeteiligung im Landkreis Gießen

Die AG Kinder- und Jugendbeteiligung trifft sich 4 bis 6 Mal pro Jahr. Sie setzt sich aus hauptamtlich beschäftigten Personen aus der Jugendarbeit zusammen, die im Bereich Kinder- und Jugendbeteiligung aktiv sind.

Ziele sind:

  • Qualifizierung und Stärkung von jungen Menschen aus Beteiligungsformaten (oder solche, die ein Beteiligungsmodell entwickeln wollen),
  • fachlicher Austausch und kollegiale Beratung,
  • Interessen und Ressourcen bündeln,
  • Organisation von Angeboten, Seminaren oder Schulungen für junge Menschen und
  • „Ideenschmiede“.

Rolle der Jugendförderung innerhalb der Initiative

Der Landkreis Gießen, Team Jugendförderung, unterstützt mit einem Kooperationsangebot die Entwicklung jugendgerechter Kommunen. Adressaten sind die kreisangehörigen Städte und Gemeinden des Landkreises Gießen. Besonders dort können junge Menschen Einfluss auf ihr unmittelbares Lebensumfeld nehmen und dieses kinder- und jugendfreundlich mitgestalten. Mittels dieser Initiative einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit nehmen wir unsere Rolle wie folgt wahr:

  • Fachberatung und Unterstützung der Kooperationspartner*innen bei der Umsetzung,
  • Organisation und Durchführung landkreisweiter Fachveranstaltungen, Fortbildungen und eines jährlichen Fachtages für alle Akteur*innen der Kinder- und Jugendbeteiligung,
  • Organisation und Durchführung von landkreisweiten Qualifizierungen und Angeboten für junge Menschen aus Beteiligungsformaten (in Kooperation mit der AG Kinder- und Jugendbeteiligung),
  • modellhafte Durchführung von Angeboten der Kinder- und Jugendbeteiligung vor Ort,
  • Vernetzung, Qualifizierung und Beratung der Jugendbeauftragten,
  • bei Bedarf: Unterstützung vor Ort bei kommunalpolitischen Informations- und Sensibilisierungsveranstaltungen,
  • finanzielle Unterstützung von Projekten und Vorhaben,
  • Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Kontakt

Ingrid Macht

Federführung der Initiative

Ansprechperson für:

  • Strategische Fragen von Städten und Gemeinden auf dem Weg zu einer Kooperation, Beratung
  • Bürgermeister*innen, Kommunalpolitik und politische Gremien
  • Jugendbeauftragte (Austausch, Beratung und Qualifizierung)

(0641) 9390-9113
Ingrid.Macht@lkgi.de

 

Selena Peter

Ansprechperson für:

  • Mitarbeiter*innen der Kinder- und Jugendbeteiligung/ der Kinder- und Jugendarbeit
  • Qualifizierung von Mitarbeiter*innen der Kinder- und Jugendbeteiligung
  • Beratung für lokale Projekte und Vorhaben
  • Finanzielle Förderung von Projekten
  • Landesarbeitsgemeinschaft Kinder – und Jugendbeteiligung

(0641) 9390-9102 
Selena.Peter@lkgi.de

 

Christian Englisch

Ansprechperson für:

  • Jugendliche
  • Mitarbeiter*innen der Kinder- und Jugendbeteiligung/ der Kinder- und Jugendarbeit
  • Beratung für lokale Projekte und Vorhaben
  • Modellprojekte in Kooperation
  • Arbeitsgemeinschaft Kinder – und Jugendbeteiligung(Geschäftsführung)
  • Kooperation mit dem Kreisschüler*innenrat

(0641) 9390-9601 
Christian.Englisch@lkgi.de

 

Hier gibt es bereits Formate der Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen:

Allendorf/Lumda: Stadtteil-AG’s

Buseck: Kinder- und Jugendbeirat

Jugendforum „Dabeisein in den Lahntälern“

Jugendförderung des Landkreises Gießen | Bachweg 9 | 35398 Gießen
Tel. 0641 9390-9104/9105 | jugendfoerderung@lkgi.de

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