Für Jungen von 9 bis 13 Jahren

Auf YouTube, Instagram und TikTok kann heutzutage jede*r seine eigenen Videos ins Internet stellen. Wir machen den „Realitätscheck“ und werden erfolgreichen YouTuber*innen ein wenig auf die Finger schauen. Außerdem erstellen wir mit Euch eigene Kurzfilm-Videos, Tutorials oder Musikvideos. Dabei werden wir mit allen Filmtricks arbeiten, wie z.B. der Greenbox und verschiedenen Schnitttechniken.

Welche religiösen und ethischen Minderheiten sind im Landkreis Gießen vertreten? Was bedeutet Erziehung und wie werden Kinder in diversen und religiösen Kontexten erzogen? Ist es tatsächlich anders oder eher individuell? Welche Rollenmuster von Jungen und Mädchen sind vorhanden?

In dem Seminar soll es darum gehen, die verschiedenen religiösen und diversen Richtungen mit Menschen aus unserer Mitte zu behandeln. Es soll einen Austausch zwischen und mit Menschen jesidischen, aramäischen, muslimischen und christlichen Hintergrund geben. Nicht das theologische Wissen steht im Vordergrund, sondern das tatsächliche Leben und wie Menschen ihre Erziehungsvorstellungen und Rollenmodelle leben und umsetzen. Diese Veranstaltung soll einen Raum für Austausch, Vernetzung und Wissenserwerb bieten. Angesprochen können sich alle Interessierte, pädagogischen Fachkräfte, Lehrkräfte und Eltern fühlen.

Für Jugendliche ab 15 Jahren

Auschwitz ist das Synonym für den deutschen Nationalsozialismus und die systematische Ermordung der europäischen Jüdinnen

Im Juli 1937 lässt die SS auf dem Ettersberg bei Weimar das Konzentrationslager Buchenwald errichten. Mit dem Lager sollen politische Gegner bekämpft, Juden, Sinti und Roma verfolgt sowie Homosexuelle, Wohnungslose, Zeugen Jehovas und Vorbestrafte ausgeschlossen werden. Am Ende des Krieges ist Buchenwald das größte KZ im Deutschen Reich. Fast 280.000 Menschen wurden dort inhaftiert. Über 56.000 Menschen starben an Folter, medizinischen Experimenten und Auszehrung.

Auch heute ist es wichtig, sich mit der Geschichte Deutschlands kritisch auseinanderzusetzen und an die Opfer des Nationalsozialismus zu erinnern.

Vor Ort werden wir uns intensiv mit der Geschichte des Lagers auseinandersetzten, an Führungen teilnehmen, uns mit Biographien und Dokumenten befassen und nach eigenen Schwerpunkten recherchieren. Ebenfalls vorgesehen ist ein praktischer Beitrag zum Erhalt der Gedenkstätte und Raum für eigenes kreatives Arbeiten.

Im Vorfeld der Fahrt findet ein Vorbereitungswochenende und ein Vorbereitungstag statt.

Umgang mit digitalen Spielen in der Familie

Für Eltern und Interessierte

Kinder und Jugendliche wachsen heute mit dem Spielen digitaler Games, ob über Computer, Smartphone oder Spielekonsole, ganz selbstverständlich auf. Das Gaming bietet Spielspaß, Unterhaltung, Herausforderungen und Anregungen zum Nachdenken und lernen. Digitale Spiele sind fester Bestanteil der Medienwelt von Familien. Sie sind damit auch eine Herausforderung für die Medienerziehung der Eltern. Denn die bunte schöne Spielewelt birgt auch Gefahren für Kinder, denen Eltern begegnen müssen.
Neben den Potentialen digitaler Spiele, wird es daher um folgende Fragen für Eltern gehen:

• Wie können Kostenfallen in digitalen Spielen vermieden werden?
• Warum ist es wichtig Altersfreigaben zu beachten?
• Wieviel Medienzeit ist gut für Kinder?
• Welche persönlichen Daten werden von digitalen Spielen gespeichert und warum?
• Wo kann Hate Speech in Spielechats gemeldet werden?

Der Elterninformationsabend knüpft an Ihren medialen Alltag an und wird Ihnen konkrete Hilfestellungen geben, Ihre Kinder kompetent in den digitalen Spielewelten zu begleiten.

Gaming und Jugendschutz in der Pädagogik

Für Multiplikatorinnen aus der Medienpädagogik, Mitarbeiterinnen aus der Kinder- und Jugendarbeit, Sozialarbeiter*innen an Schulen und Lehrkräfte.

Nach der letzten Jim Studie sind „Die Sims“, „Minecraft“ und „Fortnite“ die beliebtesten digitalen Spiele unter Kindern und Jugendlichen. Das novellierte Jugendschutzgesetz, (seit 1. Mai 2021 in Kraft), nimmt neben jugendgefährdenden Inhalten auch sogenannte Interaktionsrisiken in den Fokus. Dazu zählen beispielweise Werbung, Datenweitergabe, Glückspiel und Mediensucht. In diesem Zusammenhang werfen Themen wie Lootboxen, Free to Play und Pay to win, In-Game-Advertising, Datamining, Hate Speech einen Schatten auf die bunte digitale Spielewelt.

Doch Gaming und Jugendschutz in der Pädagogik sind keine Gegensätze. Digitale Spiele bergen für Heranwachsende ein großes Potenzial einer konstruktiven Auseinandersetzung mit wichtigen Themen unserer Zeit. Durch einen explorativen Zugang verschiedener Digitaler werden in diesem Workshop Spielspaß sowie Ansätze und Methoden in der pädagogischen Praxis erfahrbar gemacht. Der Workshop vermittelt einen kritischen und kreativen Blick auf digitale Spiele in der pädagogischen Praxis.

Bild: PHOTOMORPHIC PTE. LTD.

Wir bauen uns ein digitales Jugendzentrum!

Jugendpflegen im Landkreis Gießen und Interessierte

Die kommerziell geprägte Digitalisierung der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen steht nicht mit der pädagogischen Arbeit und ihren Zielen im Einklang. Das wurde nicht zuletzt mit der Pandemie offenkundig. Wir
benötigen in der Kinder- und Jugendarbeit eine digitale Infrastruktur, die Datenschutz, Internetsicherheit und Anwendungsfreundlichkeit miteinander verbindet und digitale Chancengleichheit und Barrierefreiheit berücksichtigt. Die Zugänge dürfen nicht kommerziellen Werbeinteressen unterworfen sein!

Die Open Source Bewegung bietet gemeinnützige Softwarelösungen, die für den Aufbau einer digitalen Infrastruktur für die Kinder- und Jugendarbeit eine zentrale Rolle spielen können. In dieser Open Source Werkstatt wird Nextcloud unter die Lupe genommen. Die Cloudlösung integriert viele Anwendungen und verbindet sie mit dem Smartphone. Mit dem digitalen JUZ wird ein geschützter Raum in der virtuellen Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen eröffnet. Hier können sie sicher miteinander kommunizieren, Daten austauschen und sich virtuell treffen.

Digitale Wege zur jugendgerechten Beteiligung an Kommunalpolitik im
ländlichen Raum

Mitarbeiter*innen aus der Kinder- und Jugendarbeit, der außerschulischen Bildungsarbeit und Kreisverbindungslehrkräfte

Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung und dem strukturellen Wandel im Landkreis Gießen stellt sich die Frage, wie junge Menschen für die Kommunalpolitik gewonnen werden können. Die Herausforderung besteht darin, wirkungsvolle Partizipationsmöglichkeiten zu schaffen, die sich an der (digitalen) Lebenswelt von jungen Menschen orientieren und eine unmittelbare Einflussnahme auf Entscheidungsprozesse realisieren. Die Digitalisierung bietet hier die Chance, eine digitale Plattform bzw. Infrastruktur für politisch engagierte Jugendliche aufzubauen.

• Was sind Gelingensbedingungen digitaler Beteiligungsformate?
• Welche digitalen Tools eignen sich für die Beteiligung Jugendlicher?
• Welche Herausforderung stellt der ländliche Raum für die Jugendbeteiligung dar und wie kann diese durch digitale Formate überwunden werden?
• Wie werden politische Kampagnen erfolgreich über Social-Media-Kanäle publiziert und wie kann die Reichweite ausgebaut werden?
• Welche digitalen Kanäle können unter Berücksichtigung der DSGVO differenziert zur internen und externen Kommunikation genutzt werden?

Im Rahmen der Initiative „Jugendgerechte Städte und Gemeinden - jugendgerechter Landkreis Gießen“ möchten wir digitale Möglichkeiten der Beteiligung junger Menschen vorstellen und diskutieren.

Gescheiterte Intervention und humanitäre Krise. Vortrag und Diskussion mit Dr. Haqmal Daudzai

Für alle Interessierte

Nach fast zwei Jahrzehnten Krieg unterzeichnete die Trump-Regierung im Februar 2020 ein Abkommen mit den Taliban, wonach die Truppen der USA und ihrer NATO-Verbündeten bis Mai 2021 Afghanistan verlassen sollten. Der Bedingungslose Abzug der US-amerikanischen/NATO-Truppen, darunter 1100 Bundeswehr-Soldat*innen und der Fall Kabuls an die Taliban am 31.August dieses Jahres haben nicht nur eine menschliche Krise in dem Land verursacht, sondern auch viele Fragen aufgeworfen. Das Land ist laut Hilfsorganisationen mehr als drei Monate nach dem Abzug westlicher Truppen noch lange auf humanitäre Unterstützung angewiesen.

Wieso ist die internationale Gemeinschaft nach zwanzig Jahren Militäreinsatz und humanitärem Aufbau gescheitert? Wie ist die aktuelle politische und wirtschaftliche Lage in Afghanistan? Sind Demokratie und Frauenrechte noch zu retten und was sind mögliche Regierungsszenarien im Afghanistan der Zukunft? Erwarten Europa zunehmende Zahlen Geflüchteter aus Afghanistan?

Diese und andere Fragen wird der Referent in seinem Vortrag mit uns diskutieren.

Dr. Haqmal Daudzai

ist geboren und aufgewachsen in Afghanistan. Er hat an der Willy Brandt School of Public Policy der Universität Erfurt studiert und promoviert. Kürzlich wurde seine Promotionsarbeit im Barbara Budrich Verlag unter dem Titel "The State-Building Dilemma in Afghanistan" veröffentlicht. Haqmal Daudzai arbeitet als Migrationsberater beim Verband binationaler Familien und Partnerschaften und als Projektmanager für IPSO (International Psycho-Social Organisation) in Afghanistan.

Einführung in die SV Arbeit

Für Schüler*innen im Landkreis und Interessierte ab 11 Jahren

Kommt dir das bekannt vor? Du bist als Klassensprecher*in oder Stellvertreter*in gewählt, aber weißt gar nicht genau, was zu deinen Aufgaben gehört? Möchtest du etwas an deiner Schule verändern und dir fehlt die richtige Plattform? Außerdem möchtest du natürlich wissen, welche Rechte die SV hat, woran sie beteiligt ist und wo sie mitreden kann. Oder hättest du einfach gerne Unterstützung für ein sicheres Auftreten in der SV-Arbeit? Dann bist du in diesem Seminar genau richtig!

Da sich die Inhalte des Seminars nach Euren Fragen und dem Wunsch nach Unterstützung richtet, werden wir das Programm mit Euch gemeinsam gestalten.

Die Fortbildungsreihe der Jugendförderungen und Jugendbildungswerke Mittelhessen besteht aus mehreren Modulen, die alle einzeln bei den jeweiligen Anbieter*innen gebucht werden. Eine Übersicht findet sich auf der Internetseite der LAG Kinder- und Jugendbeteiligung: www.kijubehessen.junetz.de.

Die Veranstaltungsreihe bietet wiederkehrende Termine und vermittelt praxisnahe Kenntnisse, Fertigkeiten und Methoden, um Beteiligungsprojekte in Kommunen und Einrichtungen durchzuführen und zu begleiten. Dabei steht in allen Modulen der Praxisbezug im Vordergrund und viele der Inhalte werden direkt praktisch von den Teilnehmer*innen angewandt und erprobt.

  • Grundlagen: gesetzliche Grundlagen der Partizipation, Partizipationsformen, Demokratieverständnis und Haltung.
  • Gesprächsführung & Moderation: Gesprächs- und Moderationstechniken sowie unterschiedliche Formen der Präsentation.
  • Motivation: Woher beziehen wir unsere Motivation? Warum möchte ich Kinder und Jugendliche beteiligen? Wie motiviere ich Kinder und Jugendliche sich zu beteiligen? Diese und weitere Fragen werden in diesem Modul bearbeitet.
  • Konflikte: Was genau ist eigentlich ein Konflikt? Wie entstehen Konflikte? Wie damit umgehen?
  • Lobbyarbeit: Kenntnisse über die regionalen Zusammenhänge, Netzwerke und Unterstützer*innen.
  • Methodenpool:  Methoden der Jugendbeteiligung kennen lernen und praktisch erprobten.

Jugendförderung des Landkreises Gießen | Bachweg 9 | 35398 Gießen
Tel. 0641 9390-9104/9105 | jugendfoerderung@lkgi.de

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